Nach einer ruhigen Nacht (nach ein paar Bintang und dem Rest vom Arak) konnte ich gut durchschlafen, bis mich der Muhezin heute morgen gegen fünf
kurz aus dem Schlaf gerissen hat.
Nun sitzt ich hier, draußen schüttet es wie aus Kübeln und ich arte auf mein Nasi Goreng zum Frühstück und danach kann ich noch weitere drei Stunden hier verbringen bevor es in Richtung Flughafen geht. Die Koffer sind schon so gut wie gepackt, das Tauchzeugs (ausser die Füsslinge) trocken, werde mich später nochmal unter die Dusche begeben und das wars.
Hoffentlich regnet es in Bali nicht, dann bleibt mir endlich „etwas“ mehr Zeit mich dort umzusehen.
Auf der Fahrt zum Flughafen sind wir durch „Downtown“ Labujan Bajo gefahren, hier ist die Zeit noch stehengeblieben. Zwar gibt es sehr viele Shops welche sich schon auf den Tourismus eingestellt haben, allerdings ist die Hauptstraße stellenweise Feldweg und nach dem Regen gab es dort Pfützen welche gute 20 Zentimeter tief sind – und Modder überall

Der Flieger hatte 1 Stunde Verspätung und dies ist das erste mal wo ich mich vor dem Flug mit allem Handgepäck auf die Waage stellen durfte – und dies obwohl der Flieger halb leer war. Auch war die Ladung von dem eingehenden Flug sehr interessant, eine ganze Palette voller lebender Kücken und dann noch etwas undefinierbares – alles schwer bewacht von zwei Sicherheitsleuten. Ach ja, die Sicherheit dort am Flughafen ist groß geschrieben, alle Gepäck und Personenscanner sind ausser Betrieb und eine sonstige Kontrolle gibt es nicht. Hauptsache du bezahlst die Abflugsgebühr von umgerechnet 80 Eurocent und gut ist’s
Vielleicht geht das einher mit den „Gebetskarten“ im Flugzeug selbst, welche für fünf verschiedene Religionen das jeweilige Stoßgebet haben…
Immerhin habe ich Bali noch vor Sonnenuntergang erreicht und sitze jetzt bei einem gekühlten Bintang und freiem Internetzugang im Restaurant Coriander in Sanur. Hier riecht es gut nach Räucherstäbchen welchen gerade dem einem Gott Shiva geopfert werden
Das Wetter hier ist wie schon gewohnt warm mit hoher Luftfeuchtigkeit – und es war Rush-Hour – hat diesmal fast n Stunde gedauert bis ich im Hotel war. Das hier nicht viele Unfälle passieren grenzt an ein Wunder, tausende von Mopeds mit bis zu 4 Personen drauf, welche sich links und rechts vorbeischlängeln und aus 2 Fahrbahren in eine Richtung werden bis zu vier und wenn die Mopeds nicht mehr weiterkommen dann wird halt der Gehweg benutzt (sofern vorhanden) Dazu ist zu sagen, daß hier der Bordstein ca. 30 Zentimeter hoch ist und es bei den Einfahrten immer im 45° Winkel runter und rauf geht – was schon beim normalen Spazierengehen in finsteren recht mühsam ist (wenn Du nicht aufpasst ist plötzlich der Boden unter Dir weg..)