Nach dem Mittagessen ging es in einen der Nationalparks – hier in den Teil welcher sich Soumarský most nennt – ein Moorgebiet – was man auch an der Wasserfarbe der dort noch sehr schmalen Moldau sieht.

Von dort (und noch von etwas weiter oben an dem Flüsschen) kann man mit einem Kanu Flußabwärts in Richtung Prag paddeln – bzw. sich treiben lassen, soll so um die 3,5 Stunden dauern und kostet ca. 700 Tschechische Kronen (ca. 28 Euro) und das gleiche nochmal als Pfand (für ein 2er Kanu).
Landschaftlich ist es dort sehr schön, sehr viel Wald und absolut frische Luft, da kann man die Seele baumeln lassen.
Ein bisschen Historie gibt es dort auch zu sehen, es befinden sich noch einige Bunkeranlagen aus dem 2. Weltkrieg dort welche auch begehbar sind, und anders als in vielen Ländern dieser Welt ist darin nix mit Schrauben fixiert, ist zwar ne Webcam drinnen, ob die aber funktioniert wage ich zu bezweifeln.
Reinklettern war etwas mühsam, innen drinnen konnte ich aber locker stehen.
Gab dort auch noch eine Art Militärmuseum wo die unterschiedlichsten Waffen und Fahrzeuge ausgestellt wurden, wurde dann auch gleich von vermutlich einem Veteranen auf tschechisch angesprochen, nachdem ich aber meinte das ich nur Deutsch oder Englisch spreche, meinte er nur „schauen, kein Problem“
Vermutlich kann man dort sogar auf Dosen ballern, sah zumindest so aus.
Nach ein bisschen Cruisen durch die einzige Straße dort ging es dann weiter zu einem Freund von Lukas welcher gerade sein erstes Haus baut und wo wir zum Steckerlwurst über offenen Feuer eingeladen wurden. (Kannte das bisher nur mit Marshmallows).

Somit 4 Männer und ein offenes Feuer 🙂

Das Grundstück liegt am Rande des Nationalparks Šumava (Böhmerwald) welches direkt an den Bayerischen Wald grenzt.
Nach einer Hausbesichtigung habe ich dann im Gästezimmer geschlafen, die Woche vorher hatte es dort noch 8° in der Nacht war aber wärmer – insbesondere in dem Schlafsack welchen mir Lukas mitgebracht hatte.
Wie lief es denn nun mit dem „Grillen“, denn so über offenen Feuer ist das schon eine Herausforderung.

Die erste Wurst war – wie die Tschechen es nennen – „Kongo“, die zweite mehr als Kongo, aber das waren meine ersten Beiden somit bleibt noch Raum für Verbesserungen.
Nach abkratzen der verbrannten Stellen war es aber trotzdem lecker, die Wurst kam von einem Metzger aus dem nächsten Dorf und war super gewürzt.
Der Plan war eigentlich dort die Milchstraße zu fotografieren, hat nicht geklappt da einige Wolken aufgetaucht sind, aber dafür habe ich wohl die ruhigste Nacht in meinem bisherigen Leben dort verbracht, es war so ruhig dass ich Schwierigkeiten hatte einzuschlafen, als Stadtmensch hört man ja immer noch etwas Grundrauschen, dort aber nichts!





