Nachdem ich den Zoo „abgelaufen“ hatte und es auch nicht regnete dachte ich mir noch ein bisschen Prag anzusehen, war ja das letzte mal 2005 dort, und es lag eh mit auf dem Rückweg. Wenn man vom Zoo mit dem Bus kommt erreicht man die Nádraží Holešovice Bahn und Metro Station durch eine Unterführung wo sich mehr oder weniger begnadete Graffitkünstler verewigt haben.
Metro fahren ist in Prag eine gewisse Herausforderung, denn alles nur in Tschechisch zu lesen und deuten kann man nur sehr wenige Worte, also mal auf gut Glück rein in die C-Linie da ich eine Haltestelle „Muzeum“ auf der Karte gesehen hatte, und soweit ich noch wusste war das in der Nähe vom Wenzels-Platz.
So war es dann auch, auf den Bildern zu sehen ist das Neue als auch das Alte Nationalmuseum sowie die Statue vom Heiligen Wenzel.
Mein Bekannter meinte schon das es zwischenzeitlich sehr viele Touristen in Prag gibt, sich diese aber wegen der Pandemie sehr stark reduziert hätten, er verglich dies mit Ballermann Tourismus und warnte mich vor.
Leider habe ich den Boulevard vom Museum zur Altstadt komplett anders in Erinnerung, 2005 gab es noch die alten Kaffeehäuser und traditionellen Gaststätten, zwischenzeitlich wurde dies alles durch Mode- und Restaurantketten, Ramschläden und Casinos ersetzt, schade eigentlich.
Bin dann so ein bisschen mehr oder weniger planlos durch die Stadt gelaufen, nahezu erschlagen von dem Kommerz welcher dort nun zu finden ist, wo ist das eigentlich schöne Prag geblieben?
Irgendwann kam ich am Pulverturm an und von dort aus ging es weiter zur Astronomischen Uhr.
Wie schon auf den Bilder zu sehen ist hier wesentlich mehr los.
Danach lies ich mich in Richtung Karlsbrücke treiben – im wahrsten Sinne des Wortes – durch die schmalen Gassen der Prager Altstadt kam ich mir fast so vor als wäre ich ein Schaf beim Almabtrieb. Ich erspare hier die Bilder davon, die von/auf der Karlsbrücke geben auch schon einen Eindruck.
Nachdem ich mir das 15 Minuten „gegönnt“ hatte verlies ich diesen Ort auf der Suche nach der nächsten Haltestelle für die Tram welche mich wieder in Richtung Appartement bringt, was etwas ausserhalb liegt.
In Prag fahren die verschiedensten Generationen von Straßenbahnen, von Hypermodern bis ganz Alt wo Du zum Einsteigen schon fast einen Klettergurt benötigst da die Stufen so hoch sind.

Ich fand dann auch die richtige Linie, diese zuckelte dann knapp 40 Minuten durch die Prager Innenstadt und äusseren Bezirke mit dem Ergebnis das für diese plötzlich 2 Haltestellen vor meinem Ziel Endstation war. Und 2 Haltestellen in den Aussenbezirken können schnell mal 1km entfernt sein. Also warten auf die nächste, welche 10 Minuten später kam.
Nachdem bei meinem Bekannten in der Gegend kein Restaurant ist und ich diesen Tag knappe 17km gelaufen bin (und keine Lust mehr hatte irgendwohin zu fahren) musste ich wohl oder übel beim nächsten MCDonalds meinen Hunger stillen, da war gleich ein Einkaufszentrum ums Eck, also erst MC, dann 2 unbekannte Bierchen aus dem Supermarkt mitnehmen und Bettgehzeit.













