Mee(h)r von unten drunten

Nach ein paar Tauchgängen und der Gewöhnung an die kleine Kamera (GoPro 7) sind mir nach vielen Versuchen ein paar einigermassen brauchbare Bilder entstanden. Am ersten Tauchtag wanderten eigentlich alle Fotos und auch Videos direkt in den elektronischen Papierkorb.

Ich hatte die Auswahl zwischen „nicht im Fokus / Unscharf“, „verwackelt“ und „Objekt zu klein“. Also nochmals ein paar Videos angesehen und noch so einiges rausgefunden was man an der GoPro einstellen sollte, um mehr herauszuholen.

Vorweg zu sagen, das Mittelmeer weist jetzt nicht die Artenvielfalt auf wie die Gewässer in Asien, es gibt sehr viel Steine, ein paar Algen, Schwämme, Seescheiden, gefühlte 4-5 Fischarten, Seepferdchen und auch verschiedene Nacktschnecken.

Hatte ich eigentlich die Steine schon erwähnt?

Seescheide

Die Wassertemperatur liegt so zwischen 23°C an der Öberfläche und wird bei ca. 10 Metern Tiefe schon merkbar kühler, trotz Neoprenanzug und „etwas“ Bewegung, mein tiefster gemessener Wert war 17°C ein anderer Taucher auf dem Boot faselte etwas von 13° (allerdings war der doch noch etwas tiefer)

Anemone

Ich war das letzte mal vor 7 Jahren hier auf der Insel zum Tauchen, kann mich aber nicht erinnern Anemonen gesehen zu haben, in den wärmeren Weltmeeren leben diese ja in Symbiose mit Clownfischen (Nemo), Krebsen und Garnelen, letztere Beiden sind mit viel Mühe zu finden, es gibt da eine durchsichtige Garnele mit blauen Beinen und Verzierungen, und einen unscheinbar braune Krabbe. Beide schon gesehen, und beide in vielen bisherigen Fotoversuchen nicht scharf bekommen.

Die „Nemo’s“ sehen hier etwas anders aus, nämlich so

Nemo’s

Also auch irgendeine der Grundeln (von welche ich bisher 4 unterschiedlich entdeckt habe). Dies versteckten sich hinter der Anemone und obwohl die Anemone nesselt und für „normale“ Fische tödlich ist, scheint es dieser Art nichts auszumachen von deren Tentakeln berührt zu werden.

Und dann gibt es noch diese Junx, Mädels und Diverse, treten meistens in Gruppen auf 🙂

Schwebegarnelen

Zwischendurch gibt es etwas farbenfrohes zu sehen, vorrangige Farben hier sind gelb und orange, zumindest sind die schon von Weitem zu sehen.

Ach ja, Haarsterne sind mir dieses mal auch das erste Mal aufgefallen, eine kleine Ausgabe von den Indonesischen und leider auch keine anderen Viecher darauf. Nun ja ich bin ja froh das ich überhaupt mal wieder zum Tauchen kommen in diesen Covid 19 Zeiten.

Haarstern

Nun zu den schönen Dingen und einer meiner Lieblingstiere, egal ob klein oder groß so wie hier.

Eigentlich alle Fische hier sind sehr scheu, gerade mit der GoPro muss man ja nahe ran und wenn man näher als 10cm an die ran will verschwinden die in irgendeiner Felsspalte.

Diese Grundel hatte sich auf einer Sandfläche die leere Schale eines Seeigels als Versteck gewählt, auch hier hingekommen und schnell war sie darin verschwunden, drehte aber innen Ihren Körper so, das sie mit einem Auge aus der Öffnung schielen konnte.

Nachdem ich dann ein paar Minuten einfach mit der Kamera davor mehr oder wenig bewegungslos liegen blieb traute sie sich wieder raus.

Grundel in Seeigel

Und zu guter Letzt noch etwas aus der Ecke „was die Natur alles so hervorbringt“.

Erst dachte ich hier hat irgendein Bösewicht aus einem James-Bond Film sein versilbertes Ohr verloren (da gab es ja einige welche irgendwelche Edelmetallkörperersatzteile hatten, dieses mal war es aber nur die aus Perlmutt bestehende Innenseite einer Muschel.

Silberohr?

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