Ich habe es bis heute nicht verstanden, und auch nach Schilderung welche ich mit Einheimischen erlebt hatte, welche das System auch nicht wirklich verstehen, nachfolgend meine persönlichen Erfahrungen.
Der Züricher Großraum für öffentliche Verkehrsmittel besteht aus sehr (sehr sehr sehr sehr vielen Zonen)

Es gibt aber keinen Zonenrechner im eigentlichen Sinn, d.h. wenn man sich für eine Strecke entschieden hat und dann eine weiter Zone ausserhalb fahren will zahlt man für letztendlich 2 Zonen.
An den Automaten gibts es ein Anschlussticket, nur war das bei mir immer teurer war als ein neues 2-Zonen Ticket zu lösen.
Ich habe eine gute Freundin besucht, welche in Ehrendigen zuhause ist, was in der Zone 565 liegt.

Mein Ziel war es den Züricher Hausberg Ütliberg zu erreichen bis dorthin (zum Hauptbahnhof) hatte ich schon mal gute 14 Franken weg.
Am Zürich Hauptbahnhof hab ich einen der lokalen Scouts gefragt, welcher aber auch mit mir nur an einen Ticketautomaten gegangen ist und ich somit weitere knappe 3 Franken für den Transfer auf den Ütliberg bezahlen musste (obwohl ich schon ein 24hr ticket für den Großraum Zürich hatte).
Diese Bahn schlängelt sich nun einspurig auf den Ütliberg, von der Endhaltestelle geht es dann noch zu Fuß in knapp 10 Minuten zum „Gipfel“ mit Hotel und Aussichtsturm.

Immerhin wurde die Aussicht auch ohne Aussichtsturm belohnt, für den werden nochmals 2 Franken Eintritt verlang, allerdings wirst Du erst angefixt 2 Plattformen nach oben zu steigen und dann kommt der Kassenautomat mit Drehtür (kein Wort darüber am Anfang der Treppe). Ja die Schweizer wissen schon wie man Geld druckt. Aber man bekommt auch auf dieser Ebene schon eine ganz gute Sicht.

Gut gelaunt und mit 0,5 Liter Wasser im Gepäck machte ich mich dann auf den „Planetenweg“ Richtung Felsenegg welche als leichte Wanderung mit 1:45h, 6,4km und moderaten Höhenmetern angegeben ist. Gerade so richtig für jemanden mit meiner aktuellen Kondition.

Der Weg ging dann Anfangs immer auf breiteren Forstwegen – teilweise im Schatten und auch in der Sonne – gemütlich auf und ab, an Almwiesen vorbei, also easy going. Vielleicht sollte ich noch erwähnen das es an diesem Tag 30°C plus hatte, aber 1:45 – kein Problem. Dachte ich!


Nach ca 80 Minuten mehr oder weniger schnellen Schrittes kam dann an ein Schild auf welchen auf eine Hütte (Teehütte) mit tollem Blick hingewiesen wurde (nur Sonntags und Feiertags geöffnet ) – und nur 5 Minuten Gehzeit! Also dachte ich mir das die 10 Minuten auch noch mit drin sind – versuch macht kluch. Ach ja, mein Wasservorrat war doch schon etwas weniger geworden, war viel Sonne auf der Strecke, aber man ist ja in der Schweiz und da gibt es bestimmt überall Brunnen oder Quellen wo man nachfüllen kann. Dachte ich!
Die angegebenen 5 Minuten Weg erwiesen sich dann nicht so ganz richtig (vielleicht für eine Gams), denn es ging erstmal steil runter (über so mit Holzbalken abgesicherte Waldstufen unterschiedlichster Tiefe und Höhe) und dann sah ich einen Brunnen. Yhipee! Allerdings war dann an diesem ein Schild mit „Kein Trinkwasser“ WAS? Wie bekommt diese Teehütte Ihr Wasser auf den Berg??
Immerhin – fantastische Aussicht über den Züchrichsee (leider schon etwas diesig).

Also wieder hoch und weiter – hier wurde ich dann von ein paar einheimischen überholt, für welche diese 5 Minuten Wegzeit wohl gerechnet sind.
Weiter auf dem Weg, Wasser so gut wie am Ende – ahh Wirtshaus auf der rechten Seite, Wasser … Nope, Wirtshaus schon seit mehreren Jahren zu, also weiter. Meine Zunge klebt schon fast am Gaumen und ich trinke nur nur tröpfchenweise.
Nach guten 3 Stunden ein Hoffnungszeichen.

Die Bergbahn!!!, WC und Trinkwasser.
Ab er nachdem ich schon mal da war nur noch ein letzter Hügel um zum Restaurant zu kommen bewältigt werden musste, auf gehts, ich brauche nun Kohlenhydrate!

Kohlenhydrate gab es dann in Form von lokalem Bier, Rivella und Tessiner Röschti und einen super Blick von der Terrasse Richtung Zürich.

Somit war der Hügel zurück zur Seilbahn etwas leichter, hier wurde ich aber nochmals um 3 Franken erleichtert aber damit kam ich dann auch zurück nach Zürich Hauptbahnhof.